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Der 76. Deutsche Genealogentag fand vom 25. bis 27. September 2026 in Göttingen statt. Barbara Schmidt und Lars Thiele ziehen Bilanz: viele gute Gespräche, ein sehr breites Vortragsprogramm, aber wenig Laufkundschaft und kaum sichtbare Werbung vor Ort. Dieser Beitrag sammelt deine Ideen für den Genealogentag 2027 in Oldenburg.
Direkt nach dem Genealogentag 2026 in Göttingen habe ich mich mit Barbara Schmidt auf eine Bank auf dem Campus gesetzt. Unter Ahornbäumen im Sonnenlicht haben wir am Sonntagnachmittag das Wochenende ausgewertet. Es ist ein ruhiger Wochentalk geworden. Wir wollten festhalten, was hängen geblieben ist. Das fiel uns schwerer als gedacht, denn wir waren beide hin- und hergerissen: viele schöne Begegnungen, aber das Gefühl, dass mehr möglich gewesen wäre.
Barbara ist vielen bekannt als Bloggerin von Die Welten verbinden und als Mit-Organisatorin der Genealogica.
Jetzt in die Folge anhören:
Alle Interviewvideos vom Genealogentag findest du auf Instagram und auf Facebook.
Barbara hat es im Gespräch hervorgehoben, und ein Blick ins Vortragsprogramm bestätigt es: Das Angebot ging weit über die eigene Ahnenforschung hinaus.
Technik und KI: Es ging um KI-gestützte Texterkennung bei Archion, um Spezial- und Allzweck-KI für historische Dokumente und um KI bei FamilySearch. Dazu kamen Software-Neuerungen bei Ahnenblatt und Heredis 2027.
Quellen und Portale: Vorgestellt wurden das Genealogienetz, das Deutsche Personenstandsverzeichnis (depeve), die Deutsche Digitale Bibliothek mit Archivportal-D und Zeitungsportal sowie das Familienbuch Eichsfeld.
Regionen und Migration: Die Themen reichten von Sachsen und Niedersachsen über Polen mit Schwerpunkt Schlesien und das Ermland bis zum Grenzdurchgangslager Friedland, zu den Hugenotten und den historischen Verkehrswegen in Norddeutschland.
Perspektivwechsel: Zu hören waren Vorträge über die „unsichtbare Frau" in der Forschung, über familiäre Muster über Generationen, über Familiennamen, Wappenrecht und die Geschichte der Genealogie von Gatterer bis zur Computergenealogie.
Die Szene selbst: Es gab Beiträge zur Zentralstelle für Genealogie in Leipzig, zur Nachwuchsarbeit mit Kindern und Jugendlichen und dazu, wie Vereine attraktiver werden.
Wer nur zum Stöbern kam, fand also fast immer etwas, das zur eigenen Forschung passte. Der Genealogentag wird von der Deutschen Arbeitsgemeinschaft genealogischer Verbände (DAGV) jedes Jahr an einen anderen Ausrichter vergeben. Gerade deshalb wünschen wir uns ein festes Grundgerüst, damit die Vereine vor Ort ihre Kraft in Werbung und Sichtbarkeit stecken können.
„Wir sind alle ein bisschen in der Pflicht, für mehr Aufmerksamkeit zu sorgen.“ – Barbara
Ein Dank und eine Frage an dich
Die Göttinger haben sich viel Mühe gegeben und unsere Kritik ist als Anstoß gemeint, nicht als Vorwurf. Mein besonderer Dank geht auch an "Scotty" alias Björn Kluger hinter der Kamera, der bei technischen Problemen und Herausforderungen immer eine große Hilfe ist. Herzlichen Dank auch an alle, die sich für ein Interview überfallen ließen.
Jetzt bist du dran:
Warst du schon einmal auf einem Genealogentag?
Wenn nein, warum nicht, und was müsste er bieten, damit du hingehst?
Schreib mir deine Antwort, wir geben sie an die Organisatoren des nächsten Deutschen Genealogentages in Oldenburg weiter.
Die Organisation des Deutschen Genealogentages 2027 hat die Oldenburgische Gesellschaft für Familienkunde (OGF) übernommen. Im Vorstand sind unter anderem Timo Kracke und Wolfgang Marten. Mehr über die OGF findest du auf familienkunde-oldenburg.de.
In einer der nächsten Folgen spreche ich mit Annegret Gräfe von Heredis, dem Softwareanbieter, über die Funktion Ortsfamilienbücher.
Außerdem habe ich in Göttingen den Heraldiker Fritz Jahn kennengelernt, der mir viel über die Kunst der Wappenerstellung und seine Arbeit erzählt hat. Er wird voraussichtlich auf der nächsten "Genealogica" einen Vortrag zum Thema halten. Mehr über seine Tätigkeit findest du auf seiner Website: wappen-fritzorino.com.
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Schreib mir, wenn du selbst einmal Gast im Wochentalk oder bei Archivbegleiter ON AIR sein möchtest!
Mehr Folgen und Hintergründe findest du auf Archivbegleiter ON AIR.
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